Ich hatte einen Traum

Vor etwa 10 Jahren hörte ich zum ersten mal von der Weltgrößten Hundeausstellung CRUFTS. Mein Traum war, einmal dort mit einem Hund aus eigener Zucht antreten zu können. Dieser Traum ist jetzt in wahr geworden.

Unsere Hündin Déjà Vu Rose de Noblesse (Aragon de Lawé/Astarte-Diva Rose de Noblesse) hat gestern bei der VDH Bundessieger Ausstellung in Dortmund den Titel VDH Bundessieger 2014 erlangt und damit auch die Qualifikation zu CRUFTS 2015 erhalten.

Ich möchte hier meinem Schatz dafür Danken, das sie bei der Auswahl unserer Welpen immer so ein gutes Händchen hat und uns so diese Wundervolle Hündin geschenkt hat. Auch geht mein Dank an Alice, dass Sie uns Ihren Rüden Aragon de Lawé für diese Verpaarung zur Verfügung gestellt hat.

Danke

 Auf dieser Seite möchte ich meine Teilnahme an CRUFTS 2015 vom ersten Moment der Qualifikation bis zur Rückkehr aus Birmingham dokumentieren.

 17.10.2014  Déjà Vu gewinnt die Championsklasse auf der VDH Bundessieger und wird VDH Bundessiegerin 2014. Die Freude ist riesig denn damit hat sie die Qualifikation zur Crufts erhalten.

 

18.10.2014 Die Recherche beginnt und es wird die ATC Nummer (welche zum Starten in England notwendig ist) beim Britischen Kennel Club beantragt. Ohne diese Nummer ist keine Meldung auf Crufts möglich.

Auch das Hotel in Calais (Eurotunnel) und in einem Vorort von Birmingham ist jetzt schon gebucht. Wollen ja nicht auf der Strasse schlafen müssen :-)

 

05.11.2014 Heute (keine 3 Wochen nach Beantragung) ist unsere ATC Nummer vom Britischen Kennel Club gekommen :-) natürlich haben wir     Déjà Vu auch gleich für Crufts angemeldet. Sie wird in der Post Graduate Klasse starten.

09.12.2014 Seit heute steht auch fest, auf welchem Weg wir uns nach England begeben. Wir haben uns entschlossen duch den Eurotunnel zu fahren. Natürlich haben wir auch gleich gebucht. Die Fahrt ist im Verhältnis zu den Kosten für die Mitnahme eines Hundes relativ Günstig(Hinfahrt 71€, zurück 76 €). Allein das unsere Déjà mitfahren darf kostet nocheinmal 24€ pro Überfahrt :-( extra

11.02.2015 Heute nach einer gefühlten Ewigkeit ist endlich unsere Meldebestätigung vom Britischen Kennel Club gekommen :-) Jetzt steht unserem Abenteuer nächsten Monat nichts mehr im Wege.

CRUFTS DAS ABENTEUER BEGINNT

Wir sind Nachts um 2:30 Uhr ihr Richtung England aufgebrochen.

Unsere Reiseroute ging über Nürnberg, Frankfurt, Köln,ein kurzes Stück durch Holland,

Vorbei an Brüssel, Gent bis an den Nördlichen Rand Belgiens und schließlich in Richtung Westen über die Grenze nach Frankreich.Vorbei an Dünkirchen bis wir schließlich nach 897 km unser Zwischenziel Calais am Ärmelkanal, erreichten.

Wir hatten Glück mit dem Wetter und so konnten wir uns nach der doch anstrengenden Fahrt die Beine am Strand vertreten. Wie man auf den Bildern erahnen kann war das der Teil der Reise welcher Deja am meisten Spaß gemacht hat.

Abends noch eine Kleinigkeit im Hotel essen und dann völlig fertig ab in die Federn.


Da wir den Zug durch den Eurotunnel bewusst erst für 10:50 Uhr gebucht hatten, konnten wir am Sa. Morgen auch relativ lange ausschlafen und auch noch eine kleine Runde am Strand genießen.  Nach nur wenigen Minuten Autofahrt kamen wir am Terminal des ET an und folgten den Schildern Animal,da man bevor man mit Haustieren nach England einreisen kann zu erst die Impfausweise mit Tollwutimpfung und Bandwurmkur überprüfen lassen muss.In einem eignest dafür vorgesehenen Bereich trafen wir auf andere Tierfreunde auf gleichem Weg. Die Kontrolle ging sehr schnell,

so dass wir uns doch 2 Stunden vor der Abfahrt in die Autoschlange der wartenden einreiten. Endlich am Schalter angekommen wurden wir von der freundlichen Dame überrascht, als sie uns anbot, entgehen unserer Buchung einen Zug früher zu fahren. Wir nahmen Dankend an und wurden auf einen Parkplatz mit Shop Toiletten ( alles sehr sauber) weitergeleitet. Dort konnte man über eine Anzeigetafel den Status seines Zuges im Auge behalten. Als unsere Fahrt aufgerufen wurde machten wir uns abermals weiter um dann schließlich doch noch einmal durch eine rote Ampel gestoppt zu werden.

Nach wenigen Minuten ging es dann aber wirklich in Richtung Zug und wir spürten doch eine Innere Unruhe als wir den Wagon dort unten stehen sahen.

Als wir im inneren zum stehen gekommen sind, kam ein weiterer Mittarbeiter welcher uns die letzten cm bis zum vorderen Auto einwies. Als der Wagen mit 4 Fahrzeugen voll war wurde eine Zwischentür geschlossen ( Brandschutz ).Dann wurden noch Sicherheitshinweise über Lautsprecher durchgesagt.  Pünktlich auf die Minute 10:20 Uhr setzte sich der Zug in Bewegung. Es dauerte keine 2 Minuten bis man durch die Fenster kein Tageslicht mehr erblicken konnte. Jetzt ging es nach unten, was man am Ohrendruck merken konnte. Nach ziemlich genau 35 Minuten, haben wir die Britische Insel erreicht. Nach weningen Minuten setzte sich das Auto vor uns in Bewegung und wir konnten wieder aus dem Zug ausfahren. Jetzt alle konzentration auf das fahren auf der linken Seite.

Am nächsten Morgen ( So. 08.03.2015 ) machten wir uns ziemlich früh auf den Weg zum NEC in Birmingham wo die Weltgrößte Hundeausstellung Crufts ausgetragen wird. Wir haben unseren Parkplatz bereits online im Voraus gebucht und gezahlt, so das wir ohne Probleme auf den sehr günstig gelegenen Parkplatz East 5 fahren konnten. Von dort aus ging es etwa einen KM zu Fuß in Richtung Messe. Der Weg dorthin führte uns wegen einer Baustelle direkt über einen See auf dem eine schwimmende Brücke installiert war.

An der Halle angekommen, könnten wir ohne lange anzustehen ( was aber sicherlich an der noch recht frühzeitigen Uhrzeit 6:45 Uhr lag) das Ausstellungsgelände betreten. Wie auch von anderen Ausstellungen gewohnt, bekam man unmittelbar danach seinen ( wenn mit bestellt ) Aussteller Katalog. Vor Ort sollte dieser 11 £ Kosten. Da der Ausstellereingang in Halle 5 und die Französischen Bulldoggen in der Halle 4, Ring 16 gerichtet wurden machten wir uns vorbei an zahlreichen noch geschlossenen Verkaufsständen auf den Weg dorthin. In Halle 4 angekommen waren dort schön ordentlich und nach Startnummern bereits die Benches worauf man seinen Kennel platzieren musste aufgebaut.

Die Halle füllte sich zusehends und als dann pünktlich um 8:30 Uhr das Richten der Rüden begann war sie auch gut gefüllt.Wir hatten jetzt noch genügend Zeit uns mit alten Bekannten und solchen die neu hinzu gekommen sind über unsere doch so liebevollen Hunde auszutauschen.Da das Ringteam sich noch eine 40 Minütige  Lunchpause gönnte, kamen wir dann doch erst gegen 14:30Uhr an die Reihe.In unserer Klasse starteten 19 Franz. Bulldoggen. Deja Vu präsentierte sich in gewohnter Manier.

Als alle 19 Hündinnen von Mr. G. Godfrey einzeln begutachtet waren, wurde ein engerer Kreis von 7 Hündinnen ausgewählt. Deja Vu war auch dabei. Letztendlich wurden die ersten 5 Platziert. Wir waren dann leider nicht mehr dabei. Anschließend lief noch die Beste Hündin gegen den Besten Rüden um den Titel der Besten Französischen Bulldogge. Beste Franz. Bulldogge wurde der Rüde MAXIMO DE LA VIRREYNA.        Da man das Ausstellungsgelände nicht vor 16 Uhr verlassen darf blieb noch genügen Zeit seine Glückwünsche loszuwerden.Beim Verlassen des Geländes wird man auf Crufts entgegen der in Deutschland üblichen Praxis noch einmal Kontrolliert und muss seinen Besitz am mitgeführten Hund mit den Meldeunterlagen nachweisen.Wir fuhren doch etwas erschöpft zurück in unser Hotel. Genossen noch den Abend bei einem Glas Wein und betrachteten die Ausstellung noch einmal im Fernsehen, ja in England wird jeder Tag der Crufts im TV Revue passieren gelassen.Am nächsten Morgen machten wir uns gegen 6:30 Uhr auf den Heimweg. Nach dann doch sehr anstrengenden 1287 Km erreichten wir am nächsten Morgen um 1:05 Uhr unser zu Hause.Alles in allem war CRUFTS das erwartete Ereignis und wir können nur jedem empfehlen, wenn sich der Hund dafür Qualifiziert sollte man es auch mal erlebt haben. Es ist schließlich die größte Hundeausstellung der Welt. Wir sind insgesamt 2637 Km gefahren und hatten eine Fahrzeit 26St. und 37 Min.

"Ich hoffe zuversichtlich, im Himmel meinen Hunden wieder zu begegnen."

(Otto von Bismarck)

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